empfehlen Gesetzliche Grundlage

Das Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) aus dem Jahre 1983 bildet die Grundlage für die soziale Absicherung freier Künstler und Publizisten und für die Künstlersozialabgabe.

Das Gesetz regelt, wer von den Zuschüssen profitiert und wer von der Versicherungspflicht befreit ist. Das KSVG regelt auch, welche Unternehmen die Abgabe bezahlen müssen und wie sich diese errechnet.
Bei der Künstlersolzialabgabe handelt es sich also NICHT um eine neu eingeführte Abgabe. Bereits seit 1983 sind Unternehmen der Kulturwirtschaft sowie Kultureinrichtungen abgabepflichtig. Im Jahr 1987 wurde eine Erweiterung des Kreises der Abgabepflichtigen vorgenommen. Seitdem sind auch die Eigenwerbung betreibenden Unternehmen, die Aufträge an selbstständige Künstler und Publizisten vergeben, abgabepflichtig.
Bis 2006 waren erst 50.000 Verwerter der KSK erfasst worden. Da aber nach dem KSVG in Deutschland ca. 3,6 Mio. Betriebe evtl. von der Künstlersozialabgabe betroffen sind, hat die Bundesregierung 2006 beschlossen, dass der Deutsche Renten Versicherung Bund (DRV) in die Erfassung der Verwerter einbezogen werden soll.
Aus diesem Grund prüft seit Mitte 2007 die Deutsche Rentenversicherung mit ihren rund 3.600 Betriebsprüfern die Entrichtung der Künstlersozialabgabe. Ziel der Prüfung ist es, die Abgabe für die vergangenen 5 Jahre nachzuerheben.

Der §24 des KSVG besagt, dass neben den so genannten „typischen Verwertern“ wie Verlage, Bühnen, Radio, Film, Galerien etc. auch alle „Eigenwerber“ abgabepflichtig sind. Also alle Unternehmen, die Werbe- und PR-Arbeit von Werbe- oder PR-Agenturen erbringen lassen. Aber auch Unternehmen, die regelmäßig mindestens 2–3 Mal pro Jahr selbständige Künstler oder Publizisten beauftragen, müssen die Künstlersozialabgabe lt. KSVG leisten.