empfehlen Können Werbeagenturen, PR-Agenturen oder Unternehmen der betroffenen Branchen ihren Kunden helfen, die Höhe der Künstlersozialabgabe zu reduzieren?

Die Abgabepflicht des Kunden lässt sich von den Agenturen und den Unternehmen der betroffenen Branchen nicht beeinflussen oder verhindern.

Eine Agentur kann lediglich in den von ihr gestellten Rechnungen nichtkünstlerische Leistungen eindeutig benennen und diese so von den künstlerischen Tätigkeiten abgrenzen. Dadurch lässt sich die Abgabelast in Teilen mindern. Nebenleistungen wie z.B. Grafik oder Reinzeichnung gelten jedoch als abgabepflichtig. Wo genau die Grenzen zwischen abgabepflichtigen und nicht-abgabepflichtigen Leistungen verlaufen, ist KSKontra.de im Moment noch nicht eindeutig ersichtlich.

Natürlich kann sich eine Personengesellschaft auf Drängen Ihrer Kunden in eine juristische Person (z.B. GmbH) umwandeln. Da jedoch die Abgabepflicht – außer in wenigen Ausnahmen – dann von der GmbH-Agentur auf die Geschäftsführerbezüge zu leisten ist, werden die GmbHs dazu gezwungen, ihre Leistungen um den Abgabesatz erhöht zu kalkulieren, da sich die Künstlersozialabgabe andernfalls wie eine erhöhte Einkommenssteuer auf das Gehalt auswirkt.