empfehlen Sehen Sie Ihre Kreativdienstleister als „Künstler“?

Werbeagenturen, Designer, Gebrauchsgrafiker, Texter, Illustratoren, Webdesigner und Fotografen leben meistens von Auftragsarbeiten. Diese erfordern oft keine Kreativität, sondern die handwerkliche Kenntnis zur Weiterentwicklung oder Adaption von Bestehendem (z.B. innerhalb eines festgelegten Corporate Design, der Markenführung, der Ausführung einer stilistischen Fotovorgabe bei Produktbildern, etc.). Trotzdem treibt die Künstlersozialkasse für solche Arbeiten ihre Abgaben ein.

Doch was ist Kunst? Wo fängt sie an – wo hört sie auf? Sicherlich stimmen die meisten darüber ein, dass ein Bildhauer oder ein Maler ein Künstler ist. Doch was, wenn der Maler nach Vorgabe malt? Wenn er beauftragt wird, eine Kopie der Mona Lisa anzufertigen? Ist er dann Künstler oder Handwerker?

KSKontra.de ist der Ansicht, dass wahre Kunst nur entsteht, wenn sie nicht beauftragt wird. Nur wenn ein Künstler etwas erschafft, das aus ihm heraus entsteht, ohne Vorgaben zu Form und Aussehen, ist das Kunst. Ganz gleich, ob es eine Skulptur, ein Bild, ein Bühnenstück oder ein Buch ist. Dass aber die Erstellung einer Visitenkarte oder einer Anzeige nach Vorgabe (Verwendung von Hausfarbe, Hausschrift, gelieferter Bildmotive, ...) Kunst sein soll, will sich uns nicht eröffnen. Was meinen Sie?

jusitn am 12.11.2013, 12:00 Uhr

thanks


microsoft outlook office am 12.11.2013, 12:33 Uhr

It is true that you have mentioned here about the advertising agency, designers are mostly contract work. If people want to know about the real essence of art then they should have a look at this article, which says about the true meaning about art and how it inspires others.


Max Flint (Stuttgart) am 22.08.2015, 10:42 Uhr

Wir haben es als Mediengestalter-Einzelunternehmen mit 4 Mitarbeitern auch auf die harte Tour lernen müssen und erst durch den Verlust eines großen Kunden die Problematik erkannt. Wir haben jetzt seit ca. einem halben Jahr eine Art "Disclaimer" auf unseren Rechnungen direkt nach dem Positionsbereich:

"Die von uns erbrachten Gestaltungsleistungen unterliegen NICHT der Pflicht der Künstlersozialabgabe, sofern es nicht im Einzelnen an der jeweiligen Position ausgewiesen ist. Sie stellen somit keine künstlerisch-kreative Leistung dar, sondern eine medienhandwerkliche Tätigkeit zur Umsetzung des vom Kunden gewünschten Nutzen. Wird eine Abgabepflicht ausgewiesen sind Sie zur Meldung an die Künstlersozialkasse verpflichtet."

Bisher hatten wir 4 Prüfungen bei unseren Kunden und KEIN weiterer Kunde musste ungerechtfertigt Abgabe leisten.

Grüße
Max


KSKontra.de (Heilbronn) am 01.09.2015, 12:11 Uhr

@ Max Flint
Auch wenn Sie rechtlich gesehen Ihre Kunden nicht darauf hinweisen müssen, machen Sie genau das Richtige mit Ihrem "Disclaimer". Denn dieser informiert auch den Prüfer über Ihren und den Wissenstand Ihrer Kunde zum Thema KSVG. Zeitgleich haben Sie keine verstimmte Kunden zu befürchten.

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