empfehlen Ärgern Sie sich darüber, dass Sie von der Künstlersozialkasse rücksichtslos – unter Androhung von Strafe – abkassiert werden?

Die Künstlersozialkasse treibt seit Sommer 2007 mit Unterstützung der Rentenversicherung die KSA (Künstlersozialabgaben) ein. Und zwar rückwirkend für die letzten 5 Jahre – ohne in den letzten Jahren für Aufklärung und Information gesorgt zu haben. Und unter Androhung von 50.000,- € Bußgeld.

Während die meisten Politiker die KSK verteidigen und auch keine mangelnde Aufklärung gegenüber den Verwertern und Künstler sehen, sind der Bund der Steuerzahler (BdSt), der Bundesverband der Arbeitgeberverbände (BDA), der Bundesverband der Selbständigen (BDS), der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag e.V. (DIHK) anderer Ansicht.

Auch KSKontra.de ist der Ansicht, dass das Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) in seiner jetzigen Form nicht akzeptabel ist. Was meinen Sie?

geschäftsführender Gesllschafter Design am 09.09.2008, 20:46 Uhr

Dass es bei der KSA um eine plump verpackte Werbesteuer geht belegt für mich folgendes Zitat von der Website der KSK: „http://www.kuenstlersozialkasse.de/wDeutsch/unternehmer/faqfuerunternehmenundverwerter.php > Punkt 11

(...) So sind Fotografen ohne Rücksicht auf die künstlerische Qualität ihrer Bilder und den ihnen eingeräumten Gestaltungsspielraum als Künstler im Sinne des KSVG einzuordnen, wenn die Anfertigung der Fotografien Werbezwecken dient. Allein der bei der Erstellung einer Fotografie bestimmte Zweck, der Werbung zu dienen, bewirkt, dass der Fotograf sich nicht auf eine bloße naturgetreue Ablichtung eines Bildobjekts beschränken darf, sondern bemüht sein muss, dieses Objekt nach den Vorstellungen seines Auftraggebers möglichst vorteilhaft ins Bild zu setzen. ... Dieser Kreis der "Kreativen" beschränkt sich aber nicht nur auf den Werbefotografen, sondern umfasst auch alle anderen Personen, die zum Gelingen eines Werbeauftrags eigenverantwortlich und nicht unerheblich beitragen wie z. B. Visagisten und Stylisten. (...)“

Auch hat die KSK nicht verdient, den Begriff „Sozial“ im Namen zu tragen. Denn wie sozial ist es den „Künstlern“ gegenüber, die unwissenden Auftraggeber (Verwerter) für die letzten Jahre im nach hinein abzukassieren? Keiner der Unternehmen hat Rückstellungen gebildet für einen solchen Fall. Da entsteht als - überaus berechtigt - schlechte Laune auf Auftraggeberseite. Denn nicht selten werden auf einmal 5-6-stellige Beträge fällig. Auch die Art der Fragebögen, gleich mit Androhung von Strafen, so wie auch der Festlegungsbogen tragen kommunikativ nicht zum Verständnis für die „Bedürfnisse der Künstler“ bei. FAIR und sozial wäre, wenn eine Feststellung statt findet, ab derer die ungerechtfertigte KSA fällig wäre ...

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