empfehlen Was verdient ein Künstler? Wieviel muss er für seine Rentenversicherung und Krankenversicherung bezahlen? Von wievielen Verwertern ist die Abgabe zu leisten?

Ein Künstler verdient lt. KSK im Durchschnitt EUR 10.000,- pro Jahr. Das ergibt ein Monatseinkommen von gerade mal EUR 833,-. Und weil Kunst ein wichtiges Kulturgut ist, genießen die in der KSK versicherten Künstler die Vorteile von Angestellten: Die Künstler bezahlen nur die Hälfte der Beiträge zur gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung. Die andere Hälfte tragen der Bund und die KSK.

Doch was bedeutet das in Zahlen? Wieviel verdient ein Künstler im Durchschnitt?. Wieviele Künstler sind in der KSK versichert? Welche Honorarsummen wurden von diesen bei der KSK gemeldet? Diese und andere Fragen hat KSKontra.de zusammengetragen und mithilfe der Angaben der Künstlersozialkasse einer kritischen Berechnung unterzogen. Verschaffen Sie sich selbst einen Überblick! Sie werden unseren am Ende des Dokuments aufgeführten Forderungen sicher beiplichten!
Hinweis: Das angelinkte PDF-Dokument finden Sie auch in unserer Rubrik "Downloads".

Den Berechnungen von KSKontra.de zufolge würde sich der Anteil der KSK auch dann über die Abgabe refinanzieren, wenn sie keine Pflichtversicherung für alle Künstler wäre und die Abgabe nur von Verwertern zu leisten wäre, die auch tatsächlich in der KSK versicherte Künstler beauftragen. Was meinen Sie?

Björn am 04.07.2008, 12:10 Uhr

Wenn ich das richtig verstehe:
Die Künstler geben Ihren Gewinn bei der KSK einfach als Schätzung an. Im Voraus. Danach richtet sich der zukünftige Beitrag - Der des Künstlers und der Anteil der KSK und des Bundes.
Wird das irgendwann mal gegengechecked?
Muss der versicherte Künstler dann auch mal im Folgejahr bei der KSK seine Gewinn- und Verlustrechnung vorlegen? Ansonsten würde es mich nicht wundern, wie dieser geringe Monatslohn mit 833,- Eur zustande kommt... Gleichzeitig würden sich die Künstler ja selbst bescheissen, wenn sie einen geringeren Gewinn angeben würden, als sie tatsächlich machen. Denn: Sie erhalten die Hälfte des Rentenbeitrags bezahlt. Und je geringer ihr Einkommen angegeben wird, desto geringer die Schenkung von KSK und Bund.
Weiss da jemand Bescheid über die Meldepflicht der tatsächlichen Gewinne gegenüber der KSK?


KSK-Mitglied am 04.07.2008, 16:19 Uhr

Man muss die tatsächlichen Gewinne bei der KSK nur bei einer Kontrolle melden, ansonsten jedes Jahr nur die Schätzung. Mehr Kontrollen waren für die KSK-Versicherten als Teil des überarbeiteten Gesetzes geplant, aber ich weiss nicht, ob die KSK tatsächlich die Kontrollen erhöht haben.


Uwe am 26.07.2008, 10:34 Uhr

Der aktuelle Stand ist, dass laut KSK jetzt jedes Jahr 5% der Versicherten stichprobenartig überprüft werden.


Karla wadura am 01.02.2014, 06:29 Uhr

Wenn ich mir die Beitragszahlen ansehe, frage ich mich, was bekommt ein Künstler, der im Jahr ca. 1000 Euro an Beiträgen in diese Künstlerkasse zahlt und heute 55 Jahre alt ist (und auch immer nur bei dieser Kasse versichert war) , später einmal an Rente.


Rainer Ostendorf am 06.02.2014, 10:53 Uhr

"Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können." Friedrich Nietzsche

Die Seite gefällt mir.
Schöne Grüsse aus der Freidenker Galerie
Rainer Ostendorf
www.freidenker-galerie.de
Kunst und Philosophie


Florian Erhard am 07.03.2015, 10:29 Uhr

Ich bin bin schockiert, arbeite seit über 20 Jahren als freiberuflicher Grafiker und war noch nie in der KSK versichert (habe auch mich nie um eine Aufnahme) bemüht. Bin seit 20 Jahren privat kranken- und rentenversichert. Jetzt soll ich mich gegen meinen Willen zusätzlich in der KSK versichern? Muss ich das? Wenn nicht, was hat das für Konsequenzen?


Stefan am 27.03.2015, 02:27 Uhr

Hallo, mir geht es ähnlich. Ich bin Mediendesigner, jedoch als e.K. rechtsform tätig und zwar in verschiedenen Breichen. Also nicht nur Design sondern auch Druckvorlagen, Programierung, Videobearbeiten und 50% Projektmanagement.
Ich arbeite eigentlich mehr an nicht-künstlerischen Arbeiten, was aber wohl die KSK nicht interessiert. Sobald nur eine Tätigkeit unter Künstler fällt ist man dabei, oder nicht. Jedenfalls wusste ich nicht das Kaufleute in die KSK Pflichtig sind und jetzt soll ich wohl geprüft werden hat man mir geschrieben.

Wie kann ich mich dagegen rechtfertigen und vorbeugend dagegen tun ? Bußgeld und versichern lassen, ernsthaft ?

Vor allem, meine Kunden wissen seit Jahren auch nix davon, keiner hat jemals KSK Beiträge bezahlt. Wie ich das verstanden haben muss ja nicht der Künstler sondern die Auftraggeber die Beiträge zahlen. Das ist völlig absurd.

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