empfehlen Sie fragen - KSKontra.de antwortet

Ein Auszug aus den Fragen an KSKontra.de und den zugehörigen Antworten.
Selbstverständlich stellen wir persönliche Daten/Informationen aus Gründen des Datenschutzes nicht dar.

Sollten auch Sie Fragen haben, dann schreiben Sie uns. In der Rubrik Impressum (http://www.kskontra.de/impressum.htm) finden Sie ein Kontaktformular hierfür.

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an KSKontra.de (Heilbronn) am 14.12.2007, 12:48 Uhr

FRAGE:
gibt es noch was, das ich zur Unterstützung beitragen kann?

gruß
(Absender ist der Redaktion bekannt)


ANTWORT:
mithelfen kann jeder, der an die KSK schriftlich kritische Fragen sendet und aufführt, wie schwammig das Gesetz ist.
Dadurch helfen Sie die KSK zu sensibilisieren und zu blockieren.
Auch Schreiben an MdB und andere Politiker im eigenen Wohnort/-Kreis sind hilfreich zur Sensibilisierung der Politik.

Falls Sie auf solche Schreiben schriftlich Stellungnahmen erhalten: senden Sie und diese.
Wir möchten auf KSKontra.de möglichst viele Widersprüche der KSK darstellen.


an KSKontra.de (Heilbronn) am 17.12.2007, 11:01 Uhr

FRAGE:
seit 5 Jahren führe ich als Einzelunternehmerin eine Werbeagentur. Ich habe meine ganzen privaten Mittel in mein kleines Unternehmen gesteckt und kaum genug zum Überleben verdient. Es läuft seit einigen Monaten zum ersten Mal so, dass mir wenigstens ein kleines Gehalt bleibt und ich eine Teilzeitmitarbeiterin samt Sozialabgaben bezahlen kann. Ich bin nicht bereit neben all den Abgaben und Versicherungen, die ich bezahle zusätzlich in die Kassen anderer einzubezahlen.

Am xx.xx.2007 habe ich einen Fragebogen zur Prüfung der Abgabepflicht der KSK erhalten. Ich erwäge, diesen unausgefüllt als Totalverweigerin zurückzusenden mit Anschreiben, in dem ich darauf hinweise, dass ich mich in keinster Weise verpflichtbar fühle in die Sozialkassen fremder einzubezahlen, während ich für meine Sozialversicherung und die meiner Mitarbeiterin selbst aufkommen muss.

Mit welcher Antwort bzw. mit welchen Folgen muss ich rechnen?
Gibt es bereits Erfahrungswerte.

Ich ziehe den Hut vor Ihnen, dass Sie Zeit und Energie in dieses Thema investieren und versuchen den Widerstand zu bündeln. Vorab ganz herzlichen Dank für Ihre Antwort.

Mit besten Grüßen
(Absender ist der Redaktion bekannt)


ANTWORT:
Zunächst einmal müssen Sie selbst nur dann die Abgabe bezahlen, wenn Sie selbst selbständige Künstler/Publizisten beauftragen. Dann müssten Sie auf die Netto-Rechnungssumme die Abgabe von ca. 5% bezahlen als Abgabe.

Falls Sie selbst keine freien, selbständigen Künstler/Publizisten beauftragen, müssen "nur" Ihre Kunden für die von Ihnen erbrachte Leistung die Abgabe bezahlen. Das ist zwar nicht nachvollziehbar, unsolidarisch und schafft unnötig Konfliktpotenzial zwischen Ihnen und Ihren Kunden - aber so ist das KSVG nun mal. Deswegen versuchen wir da auch etwas zu bewirken.


Wenn Sie den Bogen komplett ignorieren oder Uneinsicht zeigen, kann die Abgabe geschätzt werden. und die fällt dann deutlich höher aus, als sie es tatsächlich wäre. Die Abgabe ist sogar "pfändbar" - auch wenn Sie widersprechen.

Unser tipp:
Wenn Sie den Bogen erhalten, bombardieren Sie die KSK eine Woche vor Ablauf schriftlich mit Fragen.
Schauen Sie hierzu mal diesen Dialog an http://www.kskontra.de/dialog.d13.htm. Da stehen genügend Fragen drin.
Lassen Sie sich nicht auf das Gesetz oder die Infoschriften verweisen, da diese die Fragen nicht eindeutig beantworten. Im Notfall fordern Sie die schriftlichen Antworten auf Ihre Fragen per Anwalt ein.

Wenn Sie die Antworten dann mal bekommen, senden Sie eine Nullmeldung zurück mit dem Hinweis, dass Sie alle Leistungen selbst erbringen und keine selbständigen Künstler / Publizisten beauftragt haben - ABER nur wenn das auch stimmt.
Sollten Sie in den vergangenen 5 Jahren selbständige Künstler/Publizisten beauftragt haben, dann sind Sie verpflichtet, diese im Erhebungsbogen anzugeben und zwar auf die Weise, wie Ihnen die Fragen zuvor schriftlich beantwortet wurden.
Falls Ihnen von den Künstler/Publizisten, die Sie beauftragt haben, nur "Pauschal-Rechnungen" vorliegen (z.B. Gestaltung Broschüre: 24,0 Mann-Stunden), sollten Sie die Rechnungen nachträglich von den Rechnungsstellern korrigieren (NICHT manipulieren) lassen. Die Deutsche Rentenversicherung, die die Abgabe-Prüfung für die KSK durchführt, ist oft der Ansicht, dass NICHT-kreative Leistungen auch NICHT zur Abgabe führen (die KSK ist da meist anderer Meinung - je nach Sachbearbeiter und Laune).
Wenn man also eine Rechnung hat, auf der die 24 Mann-Stunden gesplittet hat in z.B.
- 4 Mann-Stunden Konzeption
- 4 Mann-Stunden Layout
- 8 Mann-Stunden Bildbearbeitung
- 8 Mann-Stunden Satz
Berechnen Sie die Abgabepflicht NUR für Konzeption und Layout (8 Stunden statt 24 Stunden). Dadurch sinkt die Abgabehöhe um 66%.

Wie gesagt: das Gesetz ist unsinning, unsolidarisch, wettbewerbsverzerrend und sehr schwammig, so dass es von der Interpretation des jeweiligen Prüfers (oder im Klagefall Richters) abhängt, was richtig und was falsch ist. Der KSK ist es natürlich am liebsten, wenn man auf jeden EUR Umsatz auch die Abgabe entrichtet... Ganz gleich ob künstlerische Tätigkeit oder Fremdkosten.
Für die Zukunft empfehlen wir - bis über das Gesetz entschieden ist - zur Sicherheit zwei Rechnungen an die Kunden zu schreiben: Eine Rechnung mit den vermeintlich kreativen künstlerischen Leistungen und eine mit den Satzarbeiten, Bildbearbeitungen, etc... Auch das ist nicht wasserdicht - aber eine Trennung ist auf jeden Fall von Vorteil!


an KSKontra.de (Heilbronn) am 18.12.2007, 19:05 Uhr

FRAGE:
Ich Begrüße ihre Initiative sehr, herzlichen Dank für ihr Engagement. Auch wir als Ausbildungsinstitut sind von der KSK betroffen - auch wenn unsere Lehrer berufstätig in Agenturen sind (und festangestellt). Ebenso Dozenten im Ausland, die gar nicht von der KSK profitieren können. All unsere Dozenten können nie von der KSK profitieren, denn sie sind alle anderweitig versichert bzw. haben gar nicht die Chance, von der KSK aufgenommen zu werden. Unfassbar bei der Summe der Beiträge.
Mit freundlichen grüssen
(Absender ist der Redaktion bekannt)


ANTWORT:
freut mich, dass Sie unserer Meinung sind.
Diese Abgabe ist "komplett am Ziel vorbei".

Unsere Initiative ist dankbar für jede Unterstützung.
Empfehlen sie unsere Seite weiter und/oder verweisen Sie in Ihrer Kommunikation darauf.
In der Rubrik "Mitmachen" sammeln wir uneinsehbar Kontaktdaten unserer Mitstreiter.
Tragen Sie sich einfach ein.


an KSKontra.de (Heilbronn) am 07.01.2008, 14:59 Uhr

FRAGE:
Ihre Desinformation und Polemik ist unredlich. Sie vermischen lokale Probleme wie die Gewerbesteuer die von den Ländern und Gemeinden erhoben wird mit den Aufgaben und der Funktion der KSK.
Dabei unterschlagen Sie das sich an der Rechtslage nichts geändert hat sondern lediglich "Schwarze Beitragsschafe", die sie jetzt um sich sammeln, gesucht und zu Ihren seit Jahren unterschlagenen Zahlungen heran gezogen werden.

Als Auftraggeber zahlen Sie ohnehin IMMER auch die soziale Absicherung mit. Wenn ich mich privat versichere sind die Kosten natürlich in meinem Stundensatz enthalten. Die KSK unterstützt Sie dadurch, daß ein teil der Kosten, die sonst auch von Ihren Auftraggebern zu tragen wären, durch die Allgemeinheit bezahlt werden.

Sie sind bei schummeln ertappt worden. Was soll jetzt das Geheule?

Also mehr Carakter für 2008!
(Absender ist der Redaktion bekannt)


ANTWORT:
wir sind nicht desinformiert, sondern der Ansicht, dass diese Abgabe in der jetzigen Form schädlich ist, da sie bisher ahnungslose Verwerter (also Kunden) mit einer nachträglichen Bürokratie und Kosten konfrontiert.
Das führt dazu, dass die Verwerter (also Kunden) alternativen suchen. Sie vermeintlichen Alternativen finden sie in Kapitalgesellschaften, da Sie bei Beauftragung einer GmbH weder die Verwaltung noch die KSA "an der Backe haben". Die Personengesellschaften bleiben auf der Strecke.
Das ist keine Polemik. In unserem Agentur-Umfeld ist das leider Realität.

Wir unterschlagen nicht, dass das Gesetz zur Abgabe schon seit 1983 existiert – das führen wir sogar an mehreren Stellen unserer Website auf. Wir sind uns sicher, dass es auch viele andere Gesetze in unserem Lande gibt, von denen weder Sie noch wir wissen. Allerdings würden Sie und wir erschrecken, wenn die Einhaltung dieser Gesetze mit der plötzlichen Massivität, wie sie die KSK derzeit an den Tag legt, verfolgt und geahndet würden.

Die meisten, die jetzt erstmals von ihrer Abgabepflicht hören, sind nicht etwa beim Schummeln erwischt worden. Sie wussten es einfach nicht, weil das KSVG gänzlich unbekannt ist. Von der KSK wussten bisher nur die, die sich selbst als Künstler sehen. Viele Übersetzer, Grafiker, etc. sahen und sehen sich nunmal nicht als Künstler, sondern haben sich selbständig gemacht und sich selbst abgesichert.

Und jetzt bangen diese "Selbständigen-Zwangs-Künstler" um ihre Existenz:
1. da sie selbst die KSA zu leisten haben für in der Vergangenheit beauftragte "Künstler" (die selbst nicht wussten, dass sie Künstler sind) 2. da ihre Kunden die KSA für ihre Leistungen zahlen sollen und dies weder für die Vergangenheit einsehen, noch in der Zukunft fortführen möchten

Empfinden Sie die Vorgehensweise der KSK und die KSK in ihrer jetzigen Form wirklich als sozial?


an KSKontra.de (Heilbronn) am 28.01.2008, 15:24 Uhr


an KSKontra.de (Heilbronn) am 12.02.2008, 09:35 Uhr

FRAGE:
Da das KSK scheinbar nicht nur ungerecht ist sondern auch wettbewerbsverzerrend wirkt sollten wir eine Sammelklage erwirken. Wer macht da mit?
Die Masse wird's hier wohl machen.
(Absender ist der Redaktion bekannt)


ANTWORT:
an der Sammelklage liegt es nicht.
Die meisten der Unterstützer sind bereit EUR 50,- bis EUR 100,- (oder sogar weit mehr) in die Hand zu nehmen, um mitzuklagen.
Die Klage an sich ist das Problem, da das Verfassungsgericht 1987 bereits entschieden hat, dass das KSVG in seiner jetzigen Form nicht der Verfassung widerspricht, werden sich alle Richter auf dieses Urteil berufen und sich für das KSVG aussprechen.
Es muss ein neuer Ansatz zur Klage gefunden werden. Ein Ansatz, wie er 1987 noch nicht existierte. Z.B. Webdesign als Kunst einzustufen... 1987 gab es kein Webdesign.
Jedoch löst es nicht die Probleme mit Blick auf die Wettbewerbsverzerrung.

KSKontra.de ist in Kontakt mit dem Bund der Steuerzahler. Dieser strebt eine Referenzklage an zum Thema Webdesign.


an KSKontra.de (Heilbronn) am 15.02.2008, 14:05 Uhr

Frage:
Zunächst vielen Dank für diese informative und wertvolle Website.
Ich bin erst vor kurzem als nicht KSK-Versicherte, gewerbliche Mediengestalterin mit dem Thema konfroniert und mehr als frustriert das ich einmal mehr Nachteile in Kauf nehmen muss. Und was dem Fass den Boden ausschlägt - nun auch meine Kunden.

Ich hatte ursprünglich vor, in einem Schreiben an Radio und TV (z.B. HR1, Frontal21, WISO) auf das Thema aufmerksam zu machen.
Da sah ich mich jedoch noch als Einzelkämpferin.

Nach intensivem Lesen Ihrer Seiten nehme ich davon Abstand und möchte KSKontra unterstützen und die Bitte an Sie richten, sich als KSKontra mit Radio und Fernsehen in Verbindung zu setzen. um ggf. eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen.

Selbstständigen und Kleinunternehmen wird es in diesem Land zunehmend schwerer gemacht über die Runden zu kommen. Der Standort Deutschland wird nun u.a. auch durch das KSVG zunehmend unattraktiv und das betrifft in der Gesamtheit gesehen jeden!

Weiter viel Erfolg mit der Initiative!
Beste Grüße
(Absender ist der Redaktion bekannt)


ANTWORT:
Redakteure von KSKontra.de haben bereits 2 Mal schriftlich und telefonisch den Kontakt zu verschiedenen Magazinen und Redaktionen gesucht:
DIHK
Spiegel
Focus
Kress
Stern
frontal 21
monitor-Redaktion
PlusMinus-Redaktion
WirtschaftWoche-Redaktion
Kressreport
...

Lediglich der DIHK und die W&V haben sich bei uns gemeldet.
Die W&V hat im Dezember 2007 über uns berichtet.
Alle anderen Redaktionen haben uns geschrieben, dass sie bei Bedarf auf uns zukommen würden...

Aus diesem Grund haben wir entschieden zu warten, bis wir mind. 500 Mitmacher haben bzw. als Verein organisiert sind, bevor wir erneut die Redaktionen anschreiben. Evtl. interessieren sich die Medien dann mehr für das Thema.


an KSKontra.de (Heilbronn) am 15.02.2008, 15:23 Uhr

FRAGE:
Mich würde einmal interessieren zu welchem Zweck genau die "Abgabe" verwendet wird. Im Dialogforum wird sie als "Steuer"
bezeichnet. Scheinbar herrscht auch hier keine Klarheit! Fließt die Abgabe denn nicht, wie zu erwarten wäre, in die KSK und deckt zunächst einmal die Versichertenbeiträge? Was passiert mit den "Überschüssen", die zu erwarten sind, abgesehen einer Senkung der prozentualen Anpassung der Abgabe?
(Absender ist der Redaktion bekannt)


ANTWORT:
Die Künstlersozialabgabe (KSA) ist eine Abgabe - keine Steuer.
Die Überschüsse - wenn es denn welche gibt - sollen zur Senkung des Abgabesatzes verwendet werden.
Da aber die Mitgliederzahlen der KSK stetig steigen, ist ein allzu großer Überschuss nicht zu erwarten.
Man darf auch gespannt sein, ob die zusätzliche Verwaltung nicht den Benefit auffrisst...


an KSKontra.de (Heilbronn) am 19.02.2008, 13:51 Uhr

FRAGE:
Sehr gut!!! Herzlichen Dank für die tolle Seite. Ich dachte die ganze Zeit ich bin der Einzige der sich darüber aufregt, daß man vom Finanzamt aberkannt bekommt Künstler zu sein aber von der KSK doch so eingestuft wird. Das ist der Punkt der mich am meißten aufregt. Es ist einfach die Ungerechtigkeit die mich auf die Palme bringt: Warum wird ein Teil der Selbständigen (Künstlern) gehätschelt während wir anderen selber zusehen müssen wie wir klarkommen. Bei dem Brief des Politikers, ich glaube SPD war es , sind mir ja fast die Tränen gekommen weil die armen Künstler von nur 11.000 euro im jahr leben müssen. Ich lade ihn gerne mal ein bei mir in meiner Agentur ein Lebensnah-Praktikum zu machen. ich wollte mal sehen ob er auch Mitleid mit mir hätte, wenn er sehen würde was nach einem stattlichen Umsatz mit 3,5 Mitarbeitern für mich nach Steuern übrigbleibt. Dafür würde sich der sicher nicht krummlegen. Mit mir hat in meiner 10jährigen Selbständigkeit seltsamerweise noch niemand Mitleid gehabt, auch wenn es so schlecht lief daß ich mir monatelang kein "Gehalt" auszahlen konnte. Ich musste brav meine krankenversicherung komplett selber bezahlen und habe dabei noch eine riesen Eigenbeteiligung gehabt konnte also auch nicht zum Arzt gehen. An Rentenvorsorge war dabei überhaupt nicht zu denken. und das Finanzamt stand auf der Matte und hat ohne Rücksicht auf meine momentane Situation Nachzahlungen und Vorauszahlungen gefordert. Ich hab mich durchgekämpft und beschäftige derzeit 3,5 Festangestellte voll versicherungspflichtige Mitarbeiter. Was meine Firma unserem Staat an Steuern generiert, übersteigt um ein vielfaches das was ich persönlich davon habe. Wenn mir durch dieses ungerechte Gesetz jetzt noch Kunden weglaufen (was schon angedeutet wurde) werde ich Mitarbeiter wieder entlassen müssen aber viel schlimmer noch: Ich verliere den Glauben an unser Rechts- und Sozialsystem.
Aber eins ist sicher: Jeder Mitarbeiter der dann gehen muß, bekommt noch von mir eine Trompete geschenkt mit der sich in die Fußgängerzone setzen kann. Dann wird er wenigstens von der Künstlersozialversicherung aufgenommen. Was mir leider verwehrt blieb...
(Absender ist der Redaktion bekannt)


ANTWORT:
...ich habe wieder mit dem Schlagzeugspielen angefangen.
Erstens kann man dabei prima KSK-Aggressionen abbauen.
Und Zweitens wird dadurch evtl. ein anerkannter Künstler aus mir.

Meines Erachtens ist die größte Frechheit im Schreiben der Bundesversicherungsanstalt zu sehen, die doch tatsächlich behauptet, es sei umfassend und ausführlich über die KSK informiert worden und JEDER wüsste über seine Pflicht zur Leistung der KSA Bescheid. Die latente Unterstellung, dass die Unwissenden einfach nur die Abgabe nicht leisten wollen und die dadurch einhergehende Gleichbehandlung mit Liechtensteinischen Steuerhinterziehern lässt mir den Hals anschwellen.

Was hilft? Mund-zu-Mund-Propaganda. Wenn KSKontra.de noch mehr Mitmacher bekommt, werden hoffentlich auch WISO, PlusMinus, Spiegel etc. darüber berichten.


an KSKontra.de (Heilbronn) am 03.03.2008, 16:13 Uhr

FRAGE:
Ich habe von der KSK schriftlich vorliegen:

Ltd. kann kein Künstler sein > Befreiung von der Abgabepflicht der Werbeagentur-Kunden.

Keine KSA an Übersetzer die wortgetreu übersetzen.

Keine KSA an Korrektoren, die nur Satzzeichen, Grammatik und Rechtschreibfehler korrigieren.

Wenn Sie Interesse haben, kann ich das Schreiben per E-Mail senden.
(Absender ist der Redaktion bekannt)


ANTWORT:
Danke für Ihre Nachricht.
Eine Limited wird ebenso wie eine GmbH oder AG behandelt.
Die Kunden müssen keine Abgabe (KSA) bezahlen.
Jedoch der "künstlerisch" tätige GF auf sein Gehalt und Gewinn.

Sie können uns gerne das Dokument zusenden.


an KSKontra.de (Heilbronn) am 18.03.2008, 14:45 Uhr

FRAGE:
es gibt in der KSK einen sogenannten Beirat, der unter anderem auch die Interessen der Verwerter vertreten soll.

Ich habe telefonisch um eine Kontaktmöglichkeit mit diesem Beiratsmitglied für Verwerter bei der KSK gebeten, die mir zuerst von einer Sachbearbeiterin verweigert wurde.

Dieser Kontakt ist dann auch noch von der Stellvertreterin des KSK-Geschäftsführers, Frau (Name ist der Redaktion bekannt), verweigert worden mit dem Hinweis, dies unterläge dem Datenschutz.

Ich habe daraufhin eine Dienstaufsichtsbeschwerde an das Bundesversicherungsamt geschrieben und warte zur Zeit die Stellungnahme ab.

Der Eingang der Beschwerde wird allerdings zur Zeit bearbeitet.

Die Korrespondenz lege ich bei und halte Sie auf dem Laufenden.


Mit freundlichen Grüßen
(Absender ist der Redaktion bekannt)


ANTWORT:
Danke für die Info. Haben das Fax erhalten.
Der Beirat befindet im Übrigen auch darüber, ob ein GF einer Kapitalgesellschaft als Künstler einzustufen ist oder nicht. Falls "JA" muss der Künstler-GF die Abgabe auf sein Gehalt leisten...

Unseres Wissens besteht der Beirat drei Personen...


an KSKontra.de (Heilbronn) am 09.04.2008, 09:56 Uhr

FRAGE:
again - hoffe, ihr nehmt mir das nicht übel, aber ich bin eben eine "echte ksk-geschädigte".

ihr verweist immer wieder auf den steuerberater. diverse gespräche mit steuerberatern inkl. stb.-bundesverband brachte nur
eins: ein steuerberater darf in sachen sozialversicherung (und darunter fällt die ksk offensichtlich) nicht beraten, damit würde er sich sogar strafbar machen.
zu klären wäre also, inwieweit ein stb. überhaupt seinen mandanten auf die ksa hätte aufmerksam machen muss / können!
(Absender ist der Redaktion bekannt)


ANTWORT:
Steuerberater mussten und müssen nicht über die KSA informieren.
Das wurde uns bereits mehrmals von Steuerberatern gesagt.
Ansonsten hätten Steuerberater natürlich ein großes Problem, da sie NICHT informiert haben.

Ist ohnehin unerheblich, da bis 11/2007 unser Steuerberater - wie auch viele andere - nix von der KSK wussten.


an KSKontra.de (Heilbronn) am 17.04.2008, 10:40 Uhr

Frage:
wir sind ein mittelständisches Unternehmen mit 1250 Mitarbeitern an weltweit 4 Standorten. Für unsere dt. Standorte hat uns die KSK Abgabe rund 100.000 € gekostet. Dagegen werden wir uns wehren, denn durch den mit der Zeit fallenden Beitrag sehen unsere Anwälte und wir den Gleichheitsgrundsatz verletzt.
Wir haben bereits damit angefangen, in (Ort ist der Redaktion bekannt) eine Masse von Unternehmen aufzubauen, die gegen die KSK Stellung beziehen werden und sich unserer Klage anschließen werden.
Besuche / Kontakte mit MDB Dr. (Name ist der Redaktion bekannt), MDB (Name ist der Redaktion bekannt) und einem Justiziar der KSK, (Name ist der Redaktion bekannt) haben stattgefunden (die Korrespondenz können wir zur Verfügung stellen). Von der Politik haben wir nach den Gesprächen keine Hilfe zu erwarten, im Gegenteil, man glänzte durch Unwissenheit, Ignoranz, Überheblichkeit oder drohte uns.

Wir würden uns gern aktiv an Ihrer Aktion beteiligen und sind auf der Suche nach Mitstreitern. Gerne würden wir den Kontakt zu Ihnen aufnehmen um Möglichkeiten auszuloten.
(Absender ist der Redaktion bekannt)


ANTWORT:
Ihre Erfahrungen spiegeln die unseren wider:
Politiker verstecken sich hinter dem Urteil von 1987, in dem die KSK als verfassungskonform erklärt wurde.
Die Klageschrift und das Urteil von 1987 liegen uns als Fax vor. Der Inhalt ist erschreckend.

Wir stehen in Kontakt mit dem Bund der Steuerzahler. Unser dortiger Ansprechpartner hat uns versichert, dass auch der BdSt gegen das KSVG respektive die KSK klagen wird. Ein Musterprozess wird derzeit vorbereitet.

Der (Name des Clubs ist der Redaktion bekannt) in Hamburg ist ebenfalls sehr aktiv und hat neben dem für die KSK verantwortlichen (Name ist der Redaktion bekannt) diesen Monat auch (Name ist der Redaktion bekannt) als Gastredner geladen. Den Herren wurde/wird zum Ende eine Petition überreicht.
Aber: Man darf sich nichts vormachen, denn die Politiker sind leider durch die Bank der Ansicht, dass das geltende KSVG korrekt ist. Die FDP scheint aufgrund ihres Abrutschens in Richtung "unter 5%" das Thema KSK in Angriff nehmen zu wollen, um auf diesem Wege ein paar schwarze Wähler zu liberalisieren.

Was können wir gemeinsam tun?
Uns schwebt schon seit einiger Zeit ein runder Tisch vor, an dem sich die Betroffenen sammeln und organisieren sollten.

Sie können mich hierzu gerne telefonisch kontaktieren.
Ich stehe Ihnen gerne zur Verfügung.


an KSKontra.de (Heilbronn) am 16.06.2008, 12:23 Uhr

FRAGE:
gehört ein Werbetexter eigentlich auch zu den betroffenen Branchen? Gibt es aktuell eine Klage gegen die schockierende Praxis der KSK?

Viele Grüße und danke für Ihre Antwort
(Absender ist der Redaktion bekannt)


ANTWORT:
Klagen gibt es - allerdings ist jede Klage auf den einzelnen Fall begrenzt.
Auch der BdSt. will sich demnächst mit einer Klage betr. Webdesign (abgabepflichtig) vs. Programmierung (nicht abgabepflichtig) für einen betroffenen Unternehmer einsetzen. Der Unternehmer hat die Abgabe für Leistungen seines Internetdienstleisters bezahlt und fordert diese zurück, da das keine Kunst ist...

Werbetexter-Leistungen sind abgabepflichtig. Wir selbst haben auch für eine Texterin die Abgabe bezahlt. Diese hat für uns getextet.


an KSKontra.de (Heilbronn) am 18.06.2008, 18:30 Uhr

FRAGE:
Guten Tag sehr geehrte Damen und Herren, ich habe eine Frage:
Eine Bekannte führt im Auftrage von Städten und Gemeinden historische Märkte durch. Dafür engagiert Sie Handwerker aber auch Musiker Gaukler und Theaterleute. Muß Sie in die KSK einzahlen oder der Auftraggeber? für Ihre Mühe danke ich Ihnen und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
(Absender ist der Redaktion bekannt)


ANTWORT:
Die Künstlersozialabgabe muss von demjenigen geleistet werden, der die Rechnung von dem Künstler erhält.
D.h.: Wenn Ihre Bekannte von einem "Gaukler" eine Rechnung erhält, muss Sie dafür die Abgabe abführen.
Wenn Ihre Bekannte die Kosten an eine Gemeinde weiter berechnet, muss die Gemeinde die Abgabe nochmals entrichten.

Ausnahme: Ihre Bekannte verbucht die Rechnung als "durchlaufenden Posten"
und gibt die Leistung 1:1 an die Gemeinde weiter. Dann muss "nur" die Gemeinde die Abgabe leisten.


an KSKontra.de (Heilbronn) am 02.07.2008, 15:08 Uhr

FRAGE:
ich bin nicht mitglied der ksk. als freischaffender designer sind meine nebenkosten, also auch der VOLLE krankenkassenbeiträge, teil meines stundensatzes. dieser stundensatz wird von meinen auftraggebern voll bezahlt.
in der ksk versicherte designer zahlen keinen vollen beitragssatz und können daher einen reduzierten stundensatz anbieten. das ist ein wettbewerbsvorteil.
wenn meine auftraggeber durch die zusätzliche zahlung an die ksk zusätzlich belastet werden, ist dies eine enorme wettbewerbsverzerrung die allen gleichbehandlunggeboten widerspricht.
die ksk darf nur von den unternehmen beiträge einziehen, die leistungen von in der ksk versicherten personen in anspruch nehmen.
(Absender ist der Redaktion bekannt)


ANTWORT:
Wir sehen das ähnlich wie Sie.
Allerdings entgegnet die KSK hierzu, dass Sie ohnehin in der KSK pflichversichert sind. Also eigentlich Ihren Antrag zur Mitgliedschaft nur zu stellen haben, damit Sie ebenfalls von der KSK „profitieren“ können. Und dann würden Ihre Kunden ja zurecht die Abgabe zahlen müssen...
So oder so ähnlich widerlegt die KSK alle Argumente, die für Sie und auch KSKontra.de logisch klingen.



FRAGE:
wenn das so wäre, gäbe es keine privaten versicherungen. da sich der beitrag der gesetzlichen pflichtversicherungen nach dem einkommen berechnet, ist es oft viel preiswerter eine private versicherung abzuschließen.
als ich im jahre 1983 meine freiberufliche tätigkeit startete habe ich sehr gut verdient. das ist bis auf einige jahre bis heute so.
da ich nicht verpflichtet bin eine teure leistung in anspruch zu nehmen wenn ich bessere leistungen preiswerter bekomme, ist ihr argument nicht treffend.
entweder es gibt eine freie versicherungswahl oder nicht. wenn ja, muß man als gesetzgeber auch die konsequenzen aushalten - ich bleibe dabei:
die ksk darf nur von den unternehmen beiträge einziehen, die leistungen von in der ksk versicherten personen in anspruch nehmen.


ANTWORT:
Sie missverstehen uns: die KSK IST PER GESETZ (KSVG Künstlersozialversicherungsgesetz) Pflichtversicherung für alle, die einen künstlerischen Beruf ausüben. Also Grafiker, Texter, Übersetzer, ...
In dem Infoblatt "Informationen zur Künstlersozialversicherung" steht unter 1.:
"Mit der Künstlersozialversicherung werden selbständige Künstler und Publizisten in das gesetzliche Sozialversicherungssystem einbezogen. Sie sind pflichtversichert in der gesetzlichen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung..."
Weitere Infos hierzu auch unter:
http://www.kskontra.de/dialog.d25.htm
Dass Sie nicht in der KSK sind (ich auch nicht) ändert nichts daran, dass wir es eigentlich sein müssten (das sagt das KSVG).



FRAGE:
danke, das ist ja echt der hammer!
ich hatte zu gründungszeiten zu viel verdient und angestellte. unter anderem war mein beitritt daher nicht relevant.
seit vielen jahren arbeite ich im netz mit anderen. wir ergänzen dadurch unser angebot, z.b. beim interface design betreue ich die arbeitswissenschaftliche seite und erstelle die struktur, andere machen die grafische umsetzung.
im jahr 2000 wurde eine kleine ag gegründet, bei der ich vorstand für forschung und entwicklung bin. diese ag vermarktet von mir entwickelte patente. habe ich die nun als designer oder als ingenieur entwickelt? und wenn ich meine eigenen prospekte erstelle, muß ich dann an mich selbst ksk-abgaben leisten?
im letzten jahr habe ich mit einer freundin eine gbr gegründet. arbeitsbereich ist die entwicklung und herstellung von merchandising artikeln. auch hier entwerfe ich produkte, produziere und vertrteibe diese.
ist das alles ksk-beitragspflichtig?
das ist doch wahnsinn. gibt es irgendwo eine sammelklage gegen diesen unsinn?


ANTWORT:
Nein, es gibt keine Sammlklage für alle.
Klagen kann immer nur ein Betroffener für seinen eigenen Fall.
Also z.B. ein Verwerter, der nicht einsieht, dass er die Abgabe zu leisten hat, obwohl z.B. der von ihm beauftragte Künstler gar nicht in der KSK versichert oder versicherbar ist.
Nur: das KSVG ist so ausgelegt, dass alles rechtens ist. Der Hebel zum Klageansatz muss ein anderer sein.
z.B. Wettbewerbsverzerrung in Vergleich zwischen Personengesellschaft und Kapitalgesellschaft
oder z.B. Künstlerhonorare unterliegen 7% MwSt. Gewerbe-Werber müssen 19% MwSt verlangen. Die Kunden, die nicht VoSt-Abzugsberechtigt sind (z.B. Museen, Theater, Kommunen, Bauträger, ...), wären froh, wenn sie nur 7% zahlen müssten...


an KSKontra.de (Heilbronn) am 18.07.2008, 15:45 Uhr

FRAGE:
So, jetzt sind wir also auch für die Jahre 2003 bis 2007 veranlagt und müssen 18.000,00€ nachzahlen. Und das, obwohl nicht einer der kreativen Freelancer, die wir in dieser Zeit beschäftigt haben, in der KSK versichert ist. Außerdem werden wir jetzt aufgrund unseres Umsatzes mit den Freelancern im vergangenen Jahr auch noch für dieses Jahr monatlich veranlagt.
Leider scheint es keinen Weg aus diesem Dilemma zu geben. Ich fühle mich in meiner Rolle als Gesellschafterin und Geschäftsführerin ordentlich abgezockt. Haben Sie einen Rat? Gibt es sowas wie eine Sammelklage?
(Absender ist der Redaktion bekannt)


ANTWORT:
Leider gibt es aktuell keine Sammelklage.
Deswegen möchte KSKontra.de einen Verein gründen, um anschließend Sammelklagen über Spenden der Mitglieder zu finanzieren. Die Mitgliedschaft soll kostenlos sein.
Jeder bei uns MITMACHT, wird über die Vereinsgründung informiert.

In der Zwischenzeit empfehlen wir Ihnen sich Ihren Frust von der Seele zu schreiben und an möglichst viele Politer (MdB) zu senden. Bei den Politikern gehen in jüngster Zeit immer mehr Beschwerden ein. Diese können nicht duaerhaft auf taube Ohren stoßen. Die FDP und DIE LINKEN haben auch bereits vermehrt Interesse an der Kritik der Betroffenen Verwerter gezeigt. Da das Thema jedoch sehr abstrakt ist, benötigen die Politiker die Zusendung von realen Fällen, aus denen die Probleme des Gesetzes zu Tage treten.


KSKontra.de (Heilbronn) am 28.07.2008, 09:43 Uhr

FRAGE:
Hallo KSKontra-Team!

Ich habe mehrere Stunden und Tage nun auf Ihrer Homepage und die der Mitstreiter verbracht. Mir ist das mit der KSK so ziemlich alles klar geworden dadurch - soweit schonmal ein DANKE an Ihre Arbeit!

Eine Frage ist mir aber nun noch nicht wirklich klar.
Vielleicht könnten Sie mir hier noch eine Hilfe geben.

Ich bin mit meinem Geschäftspartner Inhaber einer Werbeagentur.
Wir sind eine GBR und haben keine Angestellten.

Ich bin privat Versichert und möchte dies auch bleiben da ich die Vorteile im privaten System schätze und auch vom Preis/Leistungsverhältnis her zufrieden bin.

Nun beschäftigt mich was wohl passiert sollte die KSK auf uns zu kommen.
Bis jetzt haben wir glücklicherweise noch nichts von Ihre gehört
- wir sind auch noch am Aufbau und verdienen auch noch nicht wirklich sehr viel mit der Firma - eventuell ist dies ein Grund.
Man hört ja dass sie wohl zuerst die Besserverdienenden angehen.

Wenn uns nun die KSK irgendwann mal anschreiben sollte und wir dann sozusagen gezwungen werden unsere Angaben zu machen und in die KSK einzutreten. Besteht dann die Möglichkeit obwohl wir nicht das verdienen um über der Gewinngrenze zu sein um in die PKV zu dürfen eben trotzdem in dieser zu bleiben?

Sprich ZWINGT die KSK mich meine PKV zu kündigen und in die schlechtere (wenn auch dann wohl günstigere) GKV zurückzugehen?

Die anderen Nachteile der KSK sind mir alle bewußt - diese eine Frage eben brennt mir aber unter den Nägeln. Wie sehen Sie also die Chance dass ich in meiner wirklich zufreidenstellenden PKV bleiben kann?

Vielen Dank für Ihre Antwort
(Absender ist der Redaktion bekannt)


ANTWORT:
Derzeit prüft die KSK unseres Wissens nicht nach, ob bei den NICHT-Versicherten eine Versicherungspflicht besteht. Das liegt wohl daran, dass:

1.
weitere Versicherte höhere Kosten auf Seiten der KSK, des Bundes und der Verwerter (diese leisten ja bekanntlich die Künstlersozialabgabe) entstehen lassen würden.
Derzeit ist das Gegenteil das Ziel: die Künstlersozialabgabe in ihrem Prozentsatz zu senken. Das geht nur, wenn mehr Verwerter erfasst werden und die Anzahl der Versicherten nicht steigt.

2.
Um die Bögen zur Versicherungspflicht zu versenden und die ausgefüllten Bögen anschließend auszuwerten, würde die KSK zusätzliches Personal benötigen, da derzeit und in den nächsten 2-3 Jahren die Anstrengungen in Richtung "Eintreiben der Abgabe" gehen. Und zusätzliches Personal sehe ich nicht in naher Zukunft...

Aber: die KSK ist eine Pflichtversicherung für alle Künstler. Somit ist man verpflichtet seinen Antrag zu stellen. Viele werden abgelehnt, da ihre Tätigkeit nicht künstlerisch genung ist (z.B. Schwerpunkt im Handel mit Werbemitteln o.ä.). Dennoch wird dann von den Auftraggebern der Nicht-Versicherbaren Personengesellschaften die Künstlersozialabgabe verlangt. Und das ist unseres Erachtens eine starke Benachteiligung im Wettbewerb.

Die Beitragszahlungen beginnen mit Feststellung der Versicherungspflicht. Also: Wenn Sie den Antrag nicht ausfüllen und an die KSK senden, kann die KSK auch nicht feststellen, ob Sie verscierhungspflichtig sind und somit Beiträge zu leisten haben.

Wenn natürlich die Einnahmen der KSK durch die Erfassung von zigtausenden von ahnungslosen Verwertern steigen, kann folgendes passieren:
- Der Abgabesatz sinkt soweit, wie möglich.
- Dennoch erzielt die KSK einen satten Gewinn.
Dann würde die KSK weitere Versicherte mit Handkuss aufnehmen (auch erzwingen), damit sie ihre Existenz legitimiert.


KSKontra.de (Heilbronn) am 02.09.2008, 08:57 Uhr

FRAGE:
Hallo,
ich habe eine Werbeagentur und erstelle hauptsächlich Webseiten.
Wenn ein Kunde bei mir eine Website bestellt, muss er doch nur auf das Layout seinen Obulus entrichten, oder? Texte in den Seiten (die er selber getextet hat) sind hiervon meiner Ansicht nach ausgenommen. Weiterhin habe ich mal gelesen, dass Kunden, die nur ca. 3mal im Jahr eine "künstlerische Arbeit"
beanspruchen, für diese nicht an die KSK zahlen müssen. Ist das wahr?
Wie sieht es eigentlich mit den Webdesignern aus? Gibt es hier schon was konkretes?

Finde dieses Forum genial, weiter so.
Gruß
(Absender ist der Redaktion bekannt)


ANTWORT:
Natürlich muss der Kunde keine Künstlersozialabgabe (KSA) für Leistungen, die er selbst erbracht hat, an die KSK leisten.
Also: Wenn der Kunde Texte oder Bilder liefert, ist darauf keine Abgabe zu zahlen.
Wäre auch nicht möglich, da die Abgabe IMMER auf die Rechnungssumme des "Künstlers" zu leisten ist.

Anders gesagt: Sie erstellen die Internetseite und verwenden hierfür die gelieferten Inhalte. Sie berechnen in diesem Fall aber das Einbinden der gelieferten Inhalte (z.B. Publishing von Inhalten). Dafür berechnen Sie Ihren Aufwand mit z.B. 8,0 Mann-Stunden = EUR pauschal 500,- netto.
Hierauf muss der Kunde die Abgabe wiederum leisten.

Generell sind laut Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) alle Leistungen, die zur Erbringung der künstlerischen Leistung notewendig sind, auch abgabepflichtig. D.h. wenn Sie z.B. von einem Programmierer (keinem Künstler) einen Datenbankschnittstelle für die von Ihnen erstellte Internetseite Ihres Kunden prgrammieren lassen, stellen Sie diese Programmierleistung Ihrem Kunden in Rechnung. Ihr Kunde muss dann auch auf die Programmierarbeit die Abgabe leisten, obwohl diese ursprünglich keine Kunst im Sinne des KSVG ist. Grund hierfür: Durch die Programmierarbeit wurde Ihre künstlerische Leistung (die Internetseite für den Kunden) erweitert/verbessert/geändert. Deswegen muss der Kunde im Gesamten hierfür die Abgabe zaheln.
Anders wäres es, wenn der Programmierer direkt an Ihren Kunden DIE IDENTISCHE Leistung berechnen würde. Dann müsste der Kunde hierfür keine Abgabe zahlen, da die Rechnung dann ja nicht von einem Künstler gestellt wäre...

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Es stimmt, es muss eine Regelmäßigkeit in der Beauftragung vorliegen. Wenn Sie also von einem Kunden jährlich ca. 2 Mal oder häufiger beauftragt werden, ist das lt. KSVG erfüllt. Man kann aber auch davon ausgehen, dass auch eine Pause von einem Jahr nichts an der Regelmäßigkeit nach KSK-Verständnis ändert...

Weitere News zum Thema Webdesigner kann ich Ihnen nicht geben. Allerdings ist uns bekannt, dass Klagen "Webdesign sei keine Kunst" vor den zuständigen Gerichten erfolglos geblieben sind.


KSKontra.de (Heilbronn) am 09.10.2008, 12:07 Uhr

FRAGE:
Sehr geehrte Damen und Herren,

kurz zu unserer Situation. Wir sind 7 Musiker in einer Band. 4 davon in der GbR, da diese 4 einen Großteil der Organisation übernehmen. Die anderen 3 sind selbstständige Künstler, die von uns per Rechnung ihren Teil der Gage erhalten. Sind wir als GbR dann KSKpflichtig für die 3 Bandmitglieder, die nicht der GbR angehören?
Falls ja, wie können wir das umgehen? Gibt es da nur die Lösung, dass wir alle in die GbR aufnehmen? Herzlichen Dank für Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen,
(Absender ist der Redaktion bekannt)


ANTWORT:
Sie haben die Antwort bereits mitgeliefert:
Sie müssen alle in der gleichen GbR sein, dann sind Sie diese Sorge los.

Ansonsten würde die GbR die drei selbständigen Musiker beauftragen und müsste hierfür auf die Rechnungs-Nettosumme der Musiker die KSA (Künstlersozialabgabe) zahlen.


KSKontra.de (Heilbronn) am 09.10.2008, 20:31 Uhr

Einer unserer groessten Kunden hat gerade mit lautem Zaehneknirschen und nach anfangs voelliger Fassungslosigkeit für die letzten fuenf Jahre die KSA Abgabe fuer unsere Leistungen entrichtet.

Wir sind eine kleine Werbeagentur, die wir nebenberuflich betreiben - sind also nicht in der KSV versichert und gehoeren zu den Leuten, die nie auch nur einen Cent aus dieser Versicherung sehen werden. Wir haben eine sozialversicherungspflichtige Angestellte (mich) und nehmen die Leistungen eines freiberuflichen Grafikers in Anspruch, der aus der KSA rausgeflogen ist, weil er zuwenig verdient hat (!). Wenn ich das richtig sehe, muessen wir fuer die Leistungen des Grafikers (die in Gesamtprojekte eingeflossen sind) KSA bezahlen, obwohl unser Kunde schon KSA fuer die Gesamtleistung bezahlt hat.

Da wir noch keinen Erhebungsbogen bekommen haben (was sich wahrscheinlich nach der Zahlung meines Kunden aendern wird), ist meine Frage, ob Sie es fuer sinnvoll halten, dass wir uns "freiwillig" bei der KSV melden, um eventuelle "Strafen" zu vermeiden??

Fuer eine kurze Antwort waeren wir Ihnen sehr dankbar.

Falls Sie meine Frage ins Internet stellen (was ich o.k.
faende), bitte nur so, dass kein Rueckschluss auf den Namen moeglich ist.

Viele Gruesse
(Absender ist der Redaktion bekannt)

Keine Sorge: wenn wir auf KSKontra.de etwas veröffentlichen, dann entweder anonym ODER mit Nennung des Namens nach ausdrücklicher Zustimmung des Urhebers.

Zu Ihrer Frage:
Sie müssen sich bei der KSK nicht melden, um eine Strafe zu umgehen.
Erst wenn Sie von der KSK angeschrieben werden (und den Erhebungsbogen erhalten), müssen Sie diesen wahrheitsgemäß ausfüllen. Dann erhalten Sie auch die Aufstellung der zu zahlenden KSA.

Sie haben Recht: Sie müssen für den für Sie tätigen Grafiker die KSA bezahlen, obwohl Ihre Kunde bereits zähneknirschend die KSA auf Ihre Rechnungen gezahlt hat.
Und das, obwohl Ihr Grafiker bei der KSK nicht versicherbar ist.
Das kling alles paradox, aber es ist fakt. Leider.

Die KSK rechtfertigt solche unlogischen Konstrukte mit der Vermeidung einer Wettbewerbsverzerrung zu Ungunsten der in der KSK versicherten Künstler. Oder anders: Würde nur für die in der KSK versicherten Künstler die KSA fällig, würden diese nicht beauftragt (lt. KSK).
Die KSK und die Politik übersehen hierbei, dass im Gegenzug die Personengesellschaften, die nicht in der KSK versichert sind, doppelt bestraft werden: Es werden in naher Zukunft weder Künstler-Personengesellschaften, die in der KSK versichert sind, NOCH Personengesellschaften, die NICHT in der KSK versichert sind, beauftragt. Stattdessen werden immer mehr GmbHs beauftragt werden. Diese Wettbewerbsverzerrung ist von der KSK jedoch gewollt(!)


KSKontra.de (Heilbronn) am 27.11.2008, 14:38 Uhr

FRAGE:
Als Inhaber einer Agentur für Webdienstleistungen und auch klassischem Grafikdesign bin ich vor gut einem halben Jahr durch einen unserer Hauptauftraggeber mit dem Thema der KSK konfrontiert wurden. Dieser bezieht klar Stellung, das er nicht nur die ca. 5 % KSK Abgabe nicht zahlen möchte (ich hatte ihm den entsprechenden Nachlass pro Rechnung angeboten), sondern einfach auch den Verwaltungsaufwand bzgl. der Nachweise und die Streitereien die aus den unterschiedlichen Bewertungsansätzen der KSK Sachbearbeiter resultieren, zukünftig nicht mehr haben möchte. Ich sehe mich also "gezwungen" in einer GmbH zu firmieren. Da die 25.000 € allerdings eine Hürde darstellen, kommt mir die neue Mini-GmbH entgegen. Daraus leiten sich 2 Fragen ab:
1. Warum und unter welchen Bedingungen fallen die Leistungen der GmbH nicht unter den KSK Abgabezwang? Denn die Leistung ist doch identisch und wird innerhalb der GmbH von angestellten "Künstlern" erbracht.
2. Ist die neue Mini-GmbH (Firma UG (haftungsbeschränkt)) auch von den KSK Abgaben befreit? Ich denke diese Frage ist für eine Vielzahl von Kollegen interessant, weil die Mini-GmbH gerade die Freiberufler ansprechen soll.

Eine dritte spezielle Frage bezieht sich auf die Abgrenzung der einzelnen Tätigkeiten innerhalb von "Webdienstleistungen". Ich habe dazu ein Dokument gelesen, in welchem steht, dass Webdienstleistungen (auch mit Schwerpunkt Programmierung !!!) von der KSK Abgabe betroffen sind. Das Programmierleistungen davon betroffen sein sollen ist wahrlich unverständlich und würde in extremster Weise zeigen, wie ungerecht und verfehlt die Forderung ist. Ist dem so? Haben Sie Hinweise ob Programmierleistungen abgabepflichtig sind und wenn ja wo findet die Abgrenzung statt?
Im konkreten Beispiel nämlich bei o.g. Kunden entwickeln wir ein Karriereportal (Jobbörse) das zu 80% aus Programmierleistungen und 20% Konzeption und Gestaltung besteht. Auch bei dieser Frage denke ich, dass sie nicht nur für Webdesigner von Interesse ist, sondern auch für Fachinformatiker, die auf der Grundlage einer Gestaltungsvorlage ohne eigenen kreativen Anteil eine Website programmieren.

Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen. Ihre Initiative ist bemerkenswert und findet meine/unsere Unterstützung. Wir beschäftigen für Grafikdienstleistungen regelmäßig 2 Freiberufler die selber von der KSK profitieren und für die wir auch einsichtig die KSK-Abgabe abführen. Aber das unsere Kunden für unsere Programmierleistungen zur Kasse gebeten werden, ist einfach nicht nachvollziehbar.

Vielen Dank
(Absender ist der Redaktion bekannt)


ANTWORT:
Da sitzen wir im selben Boot.
Auch wir werden zum 1.1.09 in eine UG umfirmieren.
Unser Notar und Steuerberater bereiten das gerade vor...

Die Mini-GmbH (UG) ist eine juristische Person/Kapitalgesellschaft und wird vor den Augen der KSK mit einer "normalen" GmbH gleichgesetzt.

Wenn Sie als GmbH (oder UG) Leistungen an Ihre Kunden berechnen, müssen Ihre Kunden dann in Zukunft keine Abgabe mehr an die KSK bezahlen. Das ist die positive Seite.
Die Negativauswirkung: die KSK-Abgabe ist auf das Gehalt und die Gewinne (zum Zeitpunkt der Ausschüttung) des kreativen GF der GmbH zu leisten.
Wenn Sie also EUR 50.000,- Gehalt/Gewinn im Jahr haben, müssen Sie bei 5% EUR 2.500,- an die KSK überweisen.

Sie können diese Abgabe nur umgehen, wenn Sie nachweisen, dass Sie selbst zu unter 50% kreativ/künstlerisch in Ihrer GmbH tätig sind, da die Leistungen überwiegend von Freien oder Angestellten erbracht werden.
Achtung: Wenn Sie allerdings eine künstlerische Ausbildung oder Studium haben (z.B. Dipl. Grafik-Designer) wird Ihnen die KSK nicht unbedingt glauben, dass Sie nur zu 49% Kreativ sind und zu 51% BWLer...

Zum Thema Programmierung und Website-Erstellung:
Wenn Sie als Dienstleister alle Leistungen (auch die PHP-Programmierrung, MySQL-Datenbank-Anbindung, etc...) inkl. der Websitegestaltung/-Erstellung für einen Kunden leisten und das in einer Rechnung aufführen, dann ist auch die Programmierung lt. KSK abgabepflichtig. Grund: Die Programmierung stellt eine Nebenleistung dar, die jedoch zu Erbringung der Kunst (Website) geleistet werden muss.
Wenn jedoch die Programmierung von einem "reinen Programmierer" geleistet wird (z.B. einem Freien MA) und dieser an Ihren Kunden direkt die Leistung berechnet, dann ist diese abgabefrei, weil der Rechnungssteller kein Künstler (sondern z.B. Dipl. Informatiker) ist.
Wenn Sie als "Künstler" jedoch zwei Rechnungen schreiben (1 x Website-Erstellung und 1 x Programmierung) sind dennoch beide Rechnungen abgabepflichtig, weil der Rechnungssteller Künstler ist (Sie) und weil die Programmierung für eine Erweiterung einer Kunst (Website) verwendet wird.

Es ist nicht logisch - aber Gesetz.
Viel Erfolg beim "damit arrangieren"

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