empfehlen Können sich nur Freiberufler in der Künstlersozialkasse versichern?

Die Frage ist mehr als gerechtfertigt, denn schließlich ist die Künstlersozialabgabe (KSA) auch auf die Leistung von Künstlern/Publizisten zu leisten, die nicht in der Künstlersozialkasse versichert sind.

Björn am 23.11.2007, 19:46 Uhr

Ich habe auch schon von Fällen gehört, in denen Versicherungswillige von der KSKasse abgelehnt wurden. Ob das daran lag, dass die Handel betrieben haben weiss ich aber nicht.


Olaf am 07.01.2008, 14:13 Uhr

Um KSK-Mitglied werden zu können, muss man (u.a.) die Kunst als Haupterwerb betreiben. Daher kann man durchaus zusätzlich als weniger wichtige Tätigkeit ein angemeldetes Gewerbe betreiben.


KSKontra.de (Heilbronn) am 07.01.2008, 15:05 Uhr

Gemäß KSVG ist z.B. der Inhaber einer Werbeagentur Künstler und für die Leistungen der Werbeagentur ist vom Verwerter/Kunden die KSA zu bezahlen.
Gleichzeitig wird der Inhaber der Werbeagentur aber von der KSK nicht versichert, weil er Handel betreibt (z.B. Vertrieb von Werbemitteln, Digitaldruck von Kleinauflagen, etc.).
Demnach ist die KSA für Leistungen zu zahlen, deren Leistungserbringer von der KSK nicht versichert wird. Das ist u. E. nicht sozial.


KIPPT DIE KSK! am 31.01.2008, 21:05 Uhr

Bitte nicht Spammen. Der ursprüngliche Kommentar – der von KSKontra.de an dieser Stelle gelöscht wurde – ist hier zu finden.


René am 17.03.2008, 15:15 Uhr

Für eine faire Abgaberegelung müsste es so sein, dass der in der KSK Versicherte (und nur der) auf seine Rechnungen die entsprechenden Prozente aufschlägt und dann abführt. Somit würde der erhebliche Prüfaufwand wegfallen.


KSK Mitglied am 18.03.2008, 12:28 Uhr

Die Firmen würden dann die KSK-Versicherten nicht beauftragen, da sie teurer wären. Oder sie würden die KSK-Mitglieder dazu zwingen, ihre Preise so weit zu drücken, dass sie selbst die Abgabe zahlen.

So eine Regelung wäre das Aus für die KSK.


geschäftsführender Gesllschafter Design am 19.03.2008, 09:23 Uhr

@ KSK Mitglied

... dann hätten wir wieder Gleichberechtigung und Gerechtigkeit.
„Sozial“ bedeutet, an die Gemeinschaft zu denken; und nicht nur an seine eigene parasitäre Existenz. Ich zahle schon viele Abgaben an die Gemeinschaft - ich muß keine mehr oder minder privilegierte Minderheit zusätzlich unterstützen. Mit Leistungen, auf die ICH keinen Anspruch hätte.


KSK Mitglied am 19.03.2008, 14:13 Uhr

Dass Du an die Gemeinschaft denkst und nicht nur an Deine eigene Tasche - dafür hast Du hier warhlich nicht viele Beweise geliefert.

Ich sehe die KSK nicht als eine Institution, die parasitäre Existenzen fördert, sondern als eine, die einen Ausgleich für die oft miserablen, der Firmen zu Gute kommenden Löhne bietet. Wenn die vermeintliche Ungerechtigkeit der KSK dadurch aufgehoben werden könnte, dass man sie für andere Berufsgruppen öffnet, bitte. Die Tatsache ist aber, dass niemand auf dieser Website wirklich Anspruch auf Mitgliedschaft und die verbundenen Leistungen haben will. Insofern ist diese "Ungerechtigkeit" nur ein Scheinargument, das auch von Dir benutzt wird.


geschäftsführender Gesllschafter Design am 19.03.2008, 16:03 Uhr

@ KSK-Mitglied
Deutschland hat derzeit über 80 Millionen Einwohner. Davon sind vielleicht nur 1,4 Millionen in den Gewerkschaften organisiert und die KSK bringt es auf sagenhafte 150.000 Mitglieder.
*** Gedenkminute ****
Da willst Du doch bestimmt nicht davon sprechen, dass man bei KSK-Mitgliedern über „die Gemeinschaft“ sprechen kann. Das hat eher was von Stammtischtreffen und die KSA und diese Gesetze muten eher Stammtischparolen an. Mit Eurer Minderheit ist es wie mit den Hunden: Die kleinsten kläffen am lautesten und sind recht oft wahre Wadenbeißer. Auch die Gewerkschaften mit ihren Streiks schaden in ihrer Minderheit die Masse. Wenn der Verkehr nicht mehr fließen kann.
*** HEY IDEE: Warum rufst Du nicht alle KSK-Mitglieder zum Streik auf, Legt Eure Arbeit nieder. Verweigert Euch! Vielleicht merkt es jemand, der nicht mit Euch verwandt ist ... ***

Und auf dieser Website will keiner Mitglied sein, weil sich keiner als Künstler sieht. Und Du bist wirklich auch alles andere als ein Künstler. Da ist es auch ein Unrecht, dass Du in Deiner beruflichen Ausübung als Künstler anerkannt wurdest, während viele kreative Designer nicht anerkannt werden, obwohl diese es wollen. Weil sie sich als Künstler verstehen. Ich sehe mich nicht als Künstler und möchte diesen Titel auch nicht aufgedrückt bekommen. Das hat auch nicht nur etwas mit dem Geld zu tun, sondern mit dem Selbstbild. Ich bin eher ein Unternehmensberater, als Künstler. Denn ich mache keine schönen Dinge, sondern ich verhelfe Unternehmen zu wirtschaftlichem Erfolg. Hier geht es um eine Grundsatzdiskussion. Warum soll ich für etwas zahlen, was ich nicht bin? Was ich nicht nutze? Wenn ich gutes Tun will, spende ich am Hauptbahnhof einen Euro. Manchmal auch 2, wenn die Straßenmusikanten (= Künstler) gut sind.

Wenn Du Künstler bist, dann ist es jeder Frisör, Architekt, Handwerker, Berater mindestens genau so. Wenn ich mich nicht irre, arbeitest Du in einem Übersetzungsbüro. Was ist da kreativ?
Meine Mutter ist kreativer, wenn sie sich für Ihre Gartenpflanzen einen Pflegekalender ausdenkt und selbst gestaltet. Und die ist Erzieherin im Kindergarten. Auch ein sehr kreativer Beruf.


KSK Mitglied am 20.03.2008, 08:12 Uhr

Ich wollte nicht andeuten, dass die KSK die "Gemeinde" ist, sondern nur, dass Du nicht auf Gutmensch tun solltest, dem es nur um die Gemeinde geht, wenn Dein Auftreten hier ein ganz anderes Bild vermittelt und das Dir niemand abnimmt.

Die Künstler-Debatte ist für mich irrelevant. Wenn Du meinen vorigen Beitrag mehr als flüchtig gelesen hättest, hätte das Dir klar sein sollen.

Es ist sicherlich bezeichnend, dass Du nicht einmal in der Lage bist, Dir ganz einfache Sachen wie mein Beruf zu merken - trotz mehrmaliger Widerholung. Ich arbeite nicht im Büro, sonst wäre ich nicht in der KSK, capito?


Wie sieht's aus bei Dir - Deine Frau hat eine Druckagentur oder wie war das?





geschäftsführender Gesllschafter Design am 20.03.2008, 18:19 Uhr

@ KSK-Mitglied

**gbg** - ich bin dafür, dass wir beiden hier unseren eigenen Bereich zum Köppe einschlagen bekommen - mir macht es Spaß. Dass ich mir Sachen nicht merke läßt darauf schließen, wie ich meine Prioritäten verteile ...

und nein, meine Frau hat keine Druckagentur. Die ist ganz solide selbständig im Bereich Healthcare. Hat im Gegensatz zu mir etwas Ordentliches gelernt: Hilft Menschen und muß nicht ungerechtfertigt in die KSK zahlen.

Ach, und man kann auch als Freelancer selbständig sein, und dennoch in einem Büro arbeiten. Ist in der Werbebranche usus, capito? Wo arbeitest Du denn, wenn nicht im Büro?

Frohe Ostern ;)

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