S. Peter (Stuttgart) am 18.12.2007, 14:41 Uhr
Gutes Schreiben. Dass die Politik hierauf nicht reagiert, war zu erwarten. Die Politik scheint mit der Kritik gegen die Abgabe ebenso überfordert, wie die KSK selbst.
In so einem Fall reagieren die Kritisierten leider häufig mit Eitelkeit und Uneinsicht.
Wann gründet KSKontra.de eigentlich ein Sammelklage-Spendenkonto? Ich habe von einer Bekannten davon erfahren und bereits die Scheckkarte bereitgelegt.
Gruß aus Benztown
Matthias Haenel (Frankfurt) am 02.01.2008, 16:38 Uhr
Ja, das Herantreten scheint mir sehr sinnvoll. Im Dezember hatte ich Gelegenheit, bei einer Podiumsdiskussion, zu der der grüne Landtagskandidat für unseren Stadtteil eingeladen hatte, auch das Thema KSK anzusprechen. Bei den Podiumsteilnehmern, einem MdB und Finanzexperten der Grünen und einem Vertreter der Frankfurter Wirtschaftsförderung, stieß ich damit auf gute Resonanz. Beide hatten von unseren Sorgen zwar schon gehört, sich jedoch noch nicht eingehend damit befasst. Der MdB berichtete aber, dass das Thema "ganz oben auf seinem Schreibtisch" liege - weil ein Verein, dem er vorsitzt, es gerade mit der KSK zu tun bekomme. Vielleicht ist das ja ein Hoffnungsschimmer: Politiker sind schließlich auch nur Kunden.
Am 29.12.2007 gab es einen größeren Artikel im Wirtschaftsteil der FAZ ("Sinkende Abgaben für Künstlersozialkasse"). Dort wird berichtet, das System sorge "zunehmend für Ärger in der Wirtschaft". Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) habe die Künstlersozialversicherung als "unsystematisch und bürokratisch" kritisiert und mittelfristig ihre Abschaffung gefordert. DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Diercks hat das wohl auch in einem Brief an das Bundesarbeitsministerium geäußert.
Vom Zentralverband des Deutschen Handwerks ist Ähnliches zu hören. In einer Pressemitteilung (www.zdh.de/presse/pressemeldungen/handwerk-weg-mit-dem-buerokratiemonster-kuenstlersozialabgabe.html) heißt es:"Die Künstlersozialkasse ist nicht zeitgemäß, das System der Verwerterabgabe ein bürokratisches Monster. Kein Land ist dem deutschen Modell gefolgt."
Optimistische Grüße an alle MitstreiterInnen
KIPPT DIE KSK! am 31.01.2008, 21:06 Uhr
Bitte nicht Spammen. Der ursprüngliche Kommentar – der von KSKontra.de an dieser Stelle gelöscht wurde – ist hier zu finden.
Gerd Sommer am 18.02.2008, 17:59 Uhr
Zu den Antworten der Politiker!
Ich bin seit knapp 4 Jahren selbstständiger Gastronom und veranstalte regelmäßig Liveveranstaltungen regionaler Bands.
Der Eintritt für diese Veranstaltungen ist immer frei. Wenn ich also die mir entstandenen Kosten für diese Veranstaltungen mit dem Umsatz aufrechne, müßte ich, aus betriebswirtschaftlicher Sicht, diese Veranstaltungen absetzen. Ich selbst war lange Jahre in verschiedenen Bands musikalisch tätig, aber das ein Gagenzahler gesetzlich dazu verpflichtet ist eine Künstlersozialabgabe zu zahlen, davon wusste weder ich, noch alle Musiker aus meinem Bekanntenkreis und auch nicht die Musiker, welche ich engagiert habe.
Ich bin auch nicht für die Abschaffung der KSK!
Dennoch finde ich es mehr als fragwürdig, ja sogar moralisch verwerflich, Gelder von denen einzuverlangen, die Kunst und Kultur noch bereit sind zu fördern und die schon durch Gema-Belastungen ohnehin sehr hohen Kosten weiter in die Höhe zu treiben.
Des Weiteren muss jeder Selbstständige in unserem Land sich selbst versichern und die Kosten hierfür in seine Kalkulation aufnehmen.
Jetzt also Gelder für die vergangenen Jahre, egal ob ein Jahr, drei oder fünf, einzufordern, welche überhaupt nicht zu kalkulieren waren, ist eine grenzenlose Frechheit. Diese Kosten sind nicht zu refinanzieren und bei Veranstaltungen die keine Gewinne einbringen (Eintritt frei) auch in Höhe von "nur" ca. 5% zu hoch.
Großverdiener, ob im Musik, Schauspiel oder im Kunstbereich sind nicht von der KSK abhängig. Es ist der kleine Künstler und Musiker den es zu unterstützen gilt und genau denen entzieht der Gesetzgeber mit dieser Maßnahme den Nährboden. Möglichkeiten sich zu präsentieren werden aufgrund steigender Kosten schwinden und damit wird die KSK langsam immer mehr Mitglieder und letztlich auch ihre Existenzberechtigung verlieren.
Ich bin selbstständig, trage die Verantwortung für mich, meine Familie und für meine Mitarbeiter in meinem Betrieb und genau diesen Anspruch habe ich auch gegenüber jedem der selbstständig Tätig ist.
Das Künstler, oder solche, die mit derartigen Tätigkeiten ihren Unterhalt bestreiten unterstützt werden - gut. Aber dann bitte von der gesamten Gesellschaft und nicht doppelt und dreifach von denen die solche sowieso schon unterstützen.
Oder muss man in Zukunft auch Erhebungsbögen für die vergangenen Jahre ausfüllen, wieviele Brötchen man im Jahr gekauft hat und davon 5% an die Bäckerpensionskasse abführen, damit diese weiter ihren Verpflichtungen nachkommen kann.
Außerdem gebe ich zu bedenken! 100% hat nur 20 mal 5%!
Und die Frage ist: Wieviele Mitesser kann ein kleines Unternehmen mit ernähren?
Jetzt kommt von den retorisch geschulten Politikern aus den Antwortschreiben:
"So einfach kann man sich das nicht machen"!
Kleine Betriebe kämpfen immer mehr ums überleben. Stundenaufkommen von 60 bis 80 Stunden die Woche um auf ein Gehalt zu kommen welche bei Industriearbeitern in 40 Stunden standard sind.
Das alles wird in Kauf genommen. Aber das Maß ist voll!
Ganz abgesehen von der paradoxen Ungleichbehandlung von Personen- und Kapitalgesellschaften. Da ist scheinbar eine Wettbewerbsverzerrung gewollt. Aber das man für Künstler und Musiker KSK bezahlen soll, gleichwohl sie dort versichert sind oder nicht - das ist Wettbewerbsverzerrend!
Wieso müssen Gagen- oder Honorarempfänger eigentlich nicht auf die KSA hinweisen? (Es ist nicht gegen die Kunsttreibenden gerichtet. Ihr wusstet es ja größten Teils selbst nicht!)
Also!
Ich fordere jeden Betroffenen auf, Politiker zu Stellungnahmen aufzufordern.
Kunst und Kultur unterstützen und nicht zerstören!
Lieber Gerd Sommer , Dankeschön für diesen Beitrag .
Im letzten Jahr war ich an mehreren Informationsveranstaltungen zum Thema KSK beteiligt. Überwiegend besucht vor Musikern. Niemand war informiert , kaum jemand wusste konkret von der Abgabepflicht und selbst die Künstler wussten nicht das die KSK eine Pflichtversicheung ist.Nur Schuld der Künstler die sich nicht informieren ? Ich habe seit 4 1/2 Politiker angeschrieben bis der "PC glühte" ...: allgemein zur KSK , zur Informationspolitik der KSK , zu den Aufnahmeverfahren der KSK und in letzter Zeit überwiegend zur Abgabepflicht und die Auswirkungen auf KÜNSTLER UND VERWERTER ! - Reaktion = fast NULL - erst jetzt beginnen die Verantwortlichen zu reagieren , zu beschönigen , zu verharmlosen und erneut einfach nicht zu reagieren . Auf die ersten 50 Anfragen an Politiker - vor ca. 3 Jahren (es ging auch um die Steuerverschwendung KSK & ALG 2 ) reagierten 2 !!!!!! - die Ersten die sich gemeldet haben war keine Partei sondern der BUND DER STEUERZAHLER. ! Ich will konkret werden : ich habe einer verantworlichen Politikerin der SPD die mir eine mail geschickt hat angeboten mich in den Zug zu setzen und nach Berlin zu fahren . - einmal um meine Erfahrungen aus vielen Jahren www.kskforum.de darzulegen aber auch die Beiträge aus diesem Forum öffentlich zu machen . ( ich hätte den Betreiber dieses Forums gebeten mich nach Berlin zu begleiten) - und ????????? seit 6 Wochen keine Reaktion - auch nicht auf eine 2 te mail ...
Ich habe mir mal angesehen wer von den Politikern bei der Diskussion zur KSK im Bundestag anwesend war - und habe das verglichen mit der Anwesenheit bei der Abstimmung zur Diätenerhöhung ! das hätte ich mir sparen können ......Lieben Gruss aus Hamburg - und lieber Gerd Sommer : bitte machen Sie weiter mit Ihren Musikveranstaltungen !
Joachim Griebe
KSK pflichtversichert , werde gerade als möglicher Verwerter erfasst und werde von der KSK auf meine Einnahme überprüft . Ich betreibe seit 4 1/2 Jahren das Forum www.kskforum.de - und hatte allein gestern 40 Anrufe zum Thema KSK (Verwerter und Künstler )
Gerd Sommer (66806 Ensdorf/Saar) am 28.02.2008, 16:06 Uhr
Lieber Herr Griebe,
vielen Dank für Ihre Motivation, aber bei allem was mittlerweile an Kosten auf einen kleinen Betrieb zukommt, fällt es von Tag zu Tag schwerer sich dazu durchzuringen, den Mehraufwand den man bei solchen Veranstaltungen hat noch zu betreiben.
Plakate und Flyer müssen gesetzt und gedruckt werden. Dabei muss man nun auch wiederum aufpassen wem man einen solchen Auftrag erteilt, damit nicht noch KSA für einen Grafiker anfällt. Bislang mache ich meine Plakate und Flyer selbst, Gott sei Dank.
Dann muss man Plakate auch noch ankleben und Flyer verteilen. Dabei muss man wiederum darauf achten, das man die Genehmigungen dazu hat. Ich bin nämlich auch schon von meiner Heimatstadt, der Kreisstadt Saarlouis, beanzeigt worden, weil ich Flyer verteilt habe. Das gleiche ist einem mir gut bekannten Musiker erfahren, als er für seine Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit der Kreisstadt Saarlouis veranstaltet wurde. Allerdings blieb es bei Ihm bei einer Verwarnung. Ich dagegen durfte mich mit einem Verwarngeld zur Einstellung des Verfahrens bewegen lassen.
Ich halte nichts vom Jammern!
Aber was bei uns abgeht ist bald nicht mehr zu verstehen.
Gut, ich muss aufpassen nicht zu sehr vom Thema abzukommen, aber in unserem Land wird doch sehr mit zweierlei Maß gemessen.
Kleine Unternehmer kämpfen ums tägliche überleben und bei der Debatte um Mindestlöhne (für die ich prinzipiell auch bin, wenn ich sie bezahlen kann) höre ich von Finanzspritzen für die Wirtschaft, nur bei uns kommt nichts an.
Und das ist nur ein Beispiel.
So, jetzt habe ich doch gejammert. Es ist eben sehr demotivierend.
Wir haben, nur mal am Rande erwähnt, seit einigen Jahren eine freie Kassenwahl in Deutschland. Warum Versichern wir uns eigentlich nicht alle in der KSK, denn Künstler sind wir doch in gewisser Art und Weise alle.
Aber ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben.
Die Fraktionsvoesitzenden im saarländischen Landtag von FDP, Herr Hartmann und von Bündnis 90/Die Grünen, Herr Ulrich, haben uns (mich und einige Musiker) zu einem Gespräch im ihren Räumen im Landtag empfangen.
Dort stießen wir auch auf einen Konsens, was die rückwirkende Erhebung der Abgabe angeht. Beide waren der Meinung, dass diese Vorgehensweise zu überprüfen sei.
Herr Hartmann sicherte mir eine Stellungnahme zu, welche er mir in den nächsten Tagen zukommen lassen will.
Herr Ulrich wollte die Angelegenheit an die Bundestagsfraktion weiterleiten, mit der Bitte das Gesetz und dessen Umsetzung zu prüfen.
Antworten oder gar Stellungnahmen von den anderen Fraktionen und Bundestags- bzw. Landtagsabgeordneten an die ich geschrieben habe, (und das sind einige)blieben bislang leider aus.
Ich habe mir jedoch vorgenommen in der nächsten Zeit an alle Bundestagsabgeordneten zu schreiben und wenn das alle Betroffenen täten, wäre auch mit Reaktionen zu rechnen.
Ich habe gegen meinen Bescheid bei der KSK Widerspruch eingelegt und meine Zahlen, aus denen ersichtlich ist, dass ich keine Gewinne aus den Veranstaltungen erziehle, offengelegt.
Bis zur Entscheidung der KSK werde ich also in jedem Falle meine Veranstaltungen weiter stattfinden lassen.
Dies habe ich auch mit den Musikern, welche bei mir Portal finden, besprochen und dazu werde ich auch stehen.
Sollte mein Widerspruch auf Ablehnung stoßen, werde ich gemeinsam mit den Musikern unser weiteres Vorgehen erneut besprechen müssen, denn weitere Kosten sind in der Art der Veranstaltungen leider nicht zu tragen.
Eins noch!
Die Musiker, die bei mir alle 14 Tage musizieren, sehen erhebliche Einbußen auf sich zukommen.
Wenn ich mich allerdings mit manch anderem Musiker unterhalte, stelle ich leider oft fest, dass Sie sich der Tragweite dieses Gesetzes nicht bewußt sind. Einige sind gar der Meinung, sie seien nur peripher davon betroffen.
Musiker die in einem arbeitgeberähnlichen Verhältnis zu ihren Mitmusikern auftreten sind nämlich ebenfalls KSA pflichtig - witzig, was!
Nochmal mein Appell!
Wehrt euch! Und zwar gemeinsam. Künstler und Veranstalter oder Sogenannte Verwerter (was für ein Wort).
KSK - Ja ! Aber bitte mit Bedacht, denn Kunst und Kultur ist ein Allgemeingut welches es zu schützen gilt. So aber macht man es Kaputt!
Lieber Gerd Sommer ! Ich kann Ihren Appell nur unterstützen.Ich hoffe das dieses Gesetz komplett übrerarbeitet wird . Im Sinne der Künstler und Verwerter. - Durch die Veränderungen im Kunstbereich in den letzten Jahren sind viele Künstler mitlerweile beides . Ich möchte hier die Diskussion nicht unnötig ausweiten - und hoffe das noch viele Verwerter und Künstler sich mit Beitägen beteiligen. ( Lieber Gerd Sommer : ich würde mich freuen wenn Sie einmal Kontakt zu mir direkt aufnehmen könnten )
geschäftsführender Gesllschafter Design am 28.02.2008, 20:16 Uhr
warum stellt Ihr nicht ein Schreiben inkl. Ansprechpartner online zur Verfügung, welches alle sich runterladen und an die Politiker senden können. Eine solche Welle und dann noch eine Veröffentlichung in der Tagespresse wie Berichte in stern oder Spiegel sollte Ihre Wirkung nicht verfehlen. Nehmt doch als Betreiber (ihr habt mehr Überzeugungskraft) direkt Kontakt mit den Redaktionen auf ... die Politiker müssen unsere Stachel spüren .. und die liegen nur in der Meinungsbildung der Öffentlichkeit!!!!!!!!!!
Kirsten am 08.04.2008, 19:32 Uhr
Mir leuchtet sogar ein, warum die Politik sich so ungerne dieses Themas annimmt. Wenn das Thema KSK der "breiten Masse" bekannt wäre....
Mal als Beispiel: Ein 57-jähriger selbständiger KFZ-Mechaniker hat seit Jahren mit einer immer schwächer werdenden Auftragslage zu kämpfen. Die Folge: Er kann sich seine private Krankenversicherung nicht mehr leisten und musste sie kündigen. Auch diseser Beruf unterliegt (ähnlich wie es die KSK für die Künstler argumentiert) Schwankungen, Umsätze sind nicht regelmäßig vorhanden. Gibt es für diesen Mann vielleicht auch so etwas wie die KSK, die ihm 50% seiner RV- und KV-Beiträge zahlt?
Kirsten am 08.04.2008, 22:07 Uhr
http://www.braunschweig.ihk.de/DIHKNewsletter09.pdf
das ist ja wohl der knaller. seit 1983 gibt es die ksk und ERST JETZT informieren die ihks mal über dieses thema. und offensichtlich auch nur deshalb, weil rtl für das engagement von d. bohlen an die ksk zahlen muss. unglaublich.
ich habe bereits 2004 mit den ihks über die ksk gesprochen und erntete nichts als ratlosigkeit und unwissen. dieser ihk-newsletter geht mir als mitglied übrigens nicht zu - das mal zur informationspolitik der ihk. ich finde es einfach nur unverschämt, dass die sich ERST JETZT mit diesem thema befassen, das im prinzip für jedes ihrer mitglieder seit 1983 relevant ist.
und dann wird die ksk noch als versicherung dargestellt. versicherung bedeutet,ich zahle ein und bekomme eine LEISTUNG. das ist für gmbhs bei der ksk jedoch nicht der fall. die ksa ist eine steuer - wann wird das endlich mal begriffen???
Lisa Vollmar am 11.04.2008, 00:36 Uhr
Ich schreibe nicht darüber wie unsinnig die KSA ist, weil wir das alle wissen. Wir haben aber das Problem das ES die Öffentlichkeit nicht weiß, was mit daran liegt, das einem der Kopf weh tut, wenn man versucht ES zu verstehen. Also mein Tipp, wer auch immer ein Schreiben formuliert muß ES verständlich und unterhaltsam formulieren. Entscheider sind auch nur Menschen. Wir sind nicht umsonst "Kreative". Also nutzt Eure Stärken. Ein "Entschuldigen Sie bitte, das ist aber unfair" wird von der Politik nie wahrgenommen. Es drohen ja keine KONSEQUENZEN, also sollten wir Konsequenzen finden. Zum Beispiel eine gut formulierte Rundmail an alle Verbände, Parteien, Staatsregierungen,Ministerien, den Petitionsausschuss im Bundestag, öffentliche Beschwerdestellen und Abgeordneten. Und zwar so, dass jede Stelle sieht, dass "die Anderen" die Sachlage jetzt auch wissen. Das macht es Ihnen schwerer so zu tun, als ob sie davon nichts wissen. "Was tun die Anderen wohl?" heißt dann das Spiel. Und um den Druck zu erhöhen, am Ende der Mail den netten Hinweis, dass wir natürlich von der Kompetenz unserer Behörden überzeugt sind, uns aber doch genötigt sehen nach 6 Wochen öffentlichkeitswirksam an die Medien zu treten, wenn uns keine brauchbaren Vorschläge vorliegen wie ES zu beseitigen sei. Wichtig ist der Text muss knapp sein und darf nicht zu sehr ins Detail gehen. Aber zwei gute Beispiele dürfen gerne dabei sein und wirksame Textbrocken wie "Unrecht im Rechtsstaat", "Vernichtung von Existenzen", "euch fällt doch bestimmt noch was ein?". Eben ein Vorgeschmack auf die Berichterstattung in den Medien. Mir fallen da neben den Magazinen und Tageszeitungen auch die Wirtschaftszeitungen und die Bild ein. Alles was hilft: Fernsehen(Monitor, WIESO) und Rundfunk (z.B. Bayern 2) und so weiter und so fort.
Also nicht jammern, sondern ein klein bisschen fies sein. ES ist auch ein fies. So was meint Ihr? Ich hab mit den Text schon angefangen, weiß aber, dass es wesentlich bessere Texter gibt als mich. Also wer hat noch nicht oder will noch mal?
P.S. Ich hoffe den Verfasser des Textes oben nicht zu nahe getreten zu sein, aber ich hatte spontane Unlust den Text zu lesen. Mein Kopf tat weh, wie auch beim Vortrag der IHK, dem Telefonat mit der KSK und der Lektüre des Kleingedruckten. Ich hege daher stark den Verdacht, dass es dem einem oder anderen Politiker ebenso erging. Liegt aber nicht am Autor sondern am Thema :). So hat sich in Deutschland noch nie SCHNELL was bewegt (wenn überhaupt), trotzdem vielen Dank für das Forum und fürs Aktivwerden.
geschäftsführender Gesllschafter Design am 12.04.2008, 12:08 Uhr
sorry, aber nicht lange bitten. Es interessiert niemanden. Gleich an die Presse und Öffentlichkeit. Problem ist nur: die meisten Journalisten sind freiberuflich und pro-KSK. Nicht lange lamentieren und schreiben. Stimmung machen, weh tun, und zwar sofort!!!! Schreibt an die Chefredakteure. Sprecht mit denen. Hetzt die BILD auf wegen Ungerechtigkeit anderen Branchen gegenüber. Hier passiert eine extreme Ungerechtigkeit der masse gegenüber. Das muß verstanden werden. Künstler sind keine Privilegierten, denen es besser gehen darf als andere kleine Selbständige, deren Geschäfte nicht laufen !!! Also: WEG MIT DER KSK, KSA, ETCETERA - wo ist unsere Entscheidungsfreiheit geblieben? Unsere Freiheit als Unternehmer? Ich werde in den nächsten Wochen versuchen mit dem einen oder anderen Chefredakteur in Kontakt zu treten ... wenn man es nicht selber macht, passiert anscheinend nicht viel. Brief schreiben an Politiker ist nun wirklich Papier und Zeitverschwendung. Was passiert, wenn Content in ein schwarzes Loch geworfen wird?
lisa Vollmar am 14.04.2008, 13:31 Uhr
Auch recht, hauptsache nicht jammern sondern tun!
Lara K. am 20.07.2008, 17:45 Uhr
Heute habe ich erfahren, dass eine Novellierung des KSK-Gesetzes in Arbeit ist, da offensichtlich das Ganze nicht durchdacht ist und befürchtet wird, dass es ggf. eine Sammelklage von Betroffenen vor dem Europäischen Gerichtshof kommt (da sind Sammelklagen zulässig), damit würde das Gesetz ganz kippen im Sinne nach dem „Behandlungsgrundsatz der Gleichstellung“
KSKontra.de (Heilbronn) am 21.07.2008, 15:35 Uhr
Hallo Lara,
Klingt interessant! woher haben Sie diese Info?